Von Vancouver nach Köln: Die Entwicklung des addiYarnArms
Stricken und Häkeln kann unterwegs zur Herausforderung werden. Wäre es da nicht genial, das Problem von herumrollendem Garn, verknotetem Garn in der Tasche und unhandlichen Transportmöglichkeiten mit einem praktischen Tool zu lösen?
Hier erfahren Sie, wie der YarnArm 2024 vom britischen Ehepaar Adrian und Louise Grieves erfunden wurde.
Am Anfang stand das Garngewirr
Jede Erfindung hat eine Entstehungsgeschichte, und diese wird erzählt von den Erfindern Louise und Adrian Grieves, im Urlaub, in einem Bus auf Vancouver Island im Juli 2024:
Ich häkelte auf der Busfahrt und musste meine Wollknäuel ständig vom schmutzigen Boden des Busses aufheben. Sie rollten mir bei der Fahrt einfach ständig vom Schoß. Mein Mann Ade saß neben mir und machte eine beiläufige Bemerkung, die den Verlauf unseres gesamten nächsten Jahres veränderte: „Du brauchst etwas, um die Wolle an deinem Arm zu befestigen.“
Wir begannen sofort, Ideen zu diskutieren: Vielleicht eine leichte Garnschale oder eine Spindel, die am Oberarm befestigt wird, um die Wolle an Ort und Stelle zu halten?
Sicherlich musste das schon jemand erfunden haben. Eine schnelle Google-Suche ergab jedoch etwas anderes. Der YarnArm (Spoiler-Alarm: jetzt addiYarnArm) war geboren.
Prototypen und Möglichkeiten
Zu Hause machte sich Ade sofort an die Arbeit. Die erste Version – mit einer kleinen Plastikschale – war noch nicht besonders erfolgreich. Aber die zweite Version war der Durchbruch: eine gebogene Kunststoffhalterung mit einer leichtgängigen Spule und einem elastischen Band. Das funktionierte wunderbar. Das Garn wurde schön gleichmäßig zugeführt, verfing sich nicht und sprang vor allem nicht vom Arm.
Wir wussten sofort, dass daraus ein Produkt entstehen könnte. Wir meldeten ein vorläufiges Patent an und ließen den Namen YarnArm als Marke eintragen. Die Frage war nun: Wie geht es weiter?
Prototypen und Möglichkeiten
Zu Hause machte sich Ade sofort an die Arbeit. Die erste Version – mit einer kleinen Plastikschale – war noch nicht besonders erfolgreich. Aber die zweite Version war der Durchbruch: eine gebogene Kunststoffhalterung mit einer leichtgängigen Spule und einem elastischen Band. Das funktionierte wunderbar. Das Garn wurde schön gleichmäßig zugeführt, verfing sich nicht und sprang vor allem nicht vom Arm.
Wir wussten sofort, dass daraus ein Produkt entstehen könnte. Wir meldeten ein vorläufiges Patent an und ließen den Namen YarnArm als Marke eintragen. Die Frage war nun: Wie geht es weiter?
Lizenzierung statt „Dragon’s“
„Ihr solltet bei Dragon’s Den mitmachen!“ (britischen Reality-TV-Format, bei dem Unternehmer ihre Geschäftsideen einer Jury aus wohlhabenden Investoren pitchen, ähnlich dem deutschen Format „Höhle der Löwen“). Aber wir wussten , das war nichts für uns. Mit Ende 50 ein Produktionsunternehmen von Grund auf aufbauen? Das klang anstrengend, teuer und riskant. Die Idee an eine etablierte Handwerksmarke zu lizenzieren, klang da viel sinnvoller.
Ade erstellte Verkaufsunterlagen mit Fotos von mir, wie ich den YarnArm im Zug benutzte. Wir kontaktierten große Strick- und Häkelunternehmen – und hörten nichts. E-Mails verschwanden im Nichts. LinkedIn-Nachrichten wurden ignoriert. Selbst Facebook-Anfragen brachten uns nicht weiter.
Begeisterte Reaktionen auf der Wollmesse
Im September änderte sich alles auf einer großen Strick- und Häkelmesse auf der Pferderennbahn von Newbury. Ich trug den YarnArm, während wir herumliefen, und die Reaktionen waren großartig. Die Leute blieben stehen und stellten uns immer wieder dieselbe Frage: „Wo kann ich so etwas kaufen?“
Andere erzählten uns, dass sie genau so etwas für den Weg zur Arbeit, zum Stricken auf dem Sofa oder im Rollstuhl gebrauchen könnten. Plötzlich wurde uns klar, dass es eine echte Nachfrage auf dem Markt gab – und dass sie groß ist.
Beflügelt von dieser Resonanz gestaltete Ade den YarnArm neu, nachdem er sich über die Anforderungen an das Spritzgussdesign informiert hatte, um ihn günstiger und einfacher in Serie produzieren zu können. Die neue Version ließ sich flach verpacken und sehr schnell und einfach zusammenbauen. Als ein Freund ihm einen hochwertigen 3D-Drucker anbot, fuhr Ade neun Stunden hin und zurück, um ihn abzuholen. Der daraus resultierende Prototyp sah nun wie ein serienreifes kommerzielles Produkt aus.
Begeisterte Reaktionen auf der Wollmesse
Im September änderte sich alles auf einer großen Strick- und Häkelmesse auf der Pferderennbahn von Newbury. Ich trug den YarnArm, während wir herumliefen, und die Reaktionen waren großartig. Die Leute blieben stehen und stellten uns immer wieder dieselbe Frage: „Wo kann ich so etwas kaufen?“
Andere erzählten uns, dass sie genau so etwas für den Weg zur Arbeit, zum Stricken auf dem Sofa oder im Rollstuhl gebrauchen könnten. Plötzlich wurde uns klar, dass es eine echte Nachfrage auf dem Markt gab – und dass sie groß ist.
Beflügelt von dieser Resonanz gestaltete Ade den YarnArm neu, nachdem er sich über die Anforderungen an das Spritzgussdesign informiert hatte, um ihn günstiger und einfacher in Serie produzieren zu können. Die neue Version ließ sich flach verpacken und sehr schnell und einfach zusammenbauen. Als ein Freund ihm einen hochwertigen 3D-Drucker anbot, fuhr Ade neun Stunden hin und zurück, um ihn abzuholen. Der daraus resultierende Prototyp sah nun wie ein serienreifes kommerzielles Produkt aus.
Eine Idee auf der h+h 2025
Endlich hatten wir Erfolg bei unseren direkten Gesprächen mit britischen Händlern. Die Geschäftsführerin von Habico in Leeds, die wunderbare Rachal Boxall, gab uns Ratschläge, die zu Kontakten im Ausland führten, und Ende 2024 standen wir in Verhandlungen mit einem taiwanesischen Produzenten. In dieser Phase dachten wir, dass wir uns selbst an die Herstellung wagen müssten. So trafen wir also Vorbereitungen für die Organisation der Produktion und des Vertriebs. Der Produzent fertigte eine Form an, produzierte eine kleine Anzahl von Mustern und lud uns zur großen Handarbeitsmesse h+h im März 2025 in Köln ein.
Das Feedback von Einzelhändlern, Händlern und sogar dem Flugpersonal auf Hinflug war erfreulich positiv. Die Leute machten Fotos. Hersteller stellten Fragen. Der YarnArm nun mehr als eine Idee geworden – er war ein echtes Produkt, für das sich mehrere große Hersteller auf der Messe sehr interessierten.
Unter ihnen war auch addi – mit dem wir im Mai 2025 voller Freude einen Lizenzvertrag abschlossen.
Die pure Freude einer guten Idee
Rückblickend erscheint es mir immer noch ein wenig surreal, dass die Geschichte, die im Bus mit wegrollenden Wolle begann, in weniger als zehn Monaten zu einem echten Produkt geworden ist. Keiner von uns hatte vor, Erfinder zu werden; wir wollten einfach das Handarbeiten ein bisschen angenehmer machen.
Aber als wir sahen, wie nützlich der YarnArm ist – und wie begeistert andere Stricker*innen und Häkler*innen darauf reagierten – konnten wir das Projekt nicht mehr loslassen.
Es war eine Mischung aus Neugier, Hartnäckigkeit, Begeisterung und Glück und eine Erinnerung daran, dass die besten Ideen manchmal im Alltag entstehen und aus dem Selbstvertrauen, zu denken: „Eigentlich … könnte das etwas sein.“
Dieses Jahr kehren wir zur h+h zurück, diesmal als Gäste von addi, um den offiziellen addiYarnArm vorzustellen und vorzuführen. Wir können es kaum erwarten!
Vorstellung des addiYarnArms auf der h+h cologne 2026
Im März 2026 war es dann soweit. Im städigen Austausch mit addi zur ENtwicklung des Produktes war der addiYarnArm nun final entwickelt!
- aus einem biobasierten Kunststoff aus Sonnenblumenkernschalen
- Made in Germany
- in zwei Farben
- verpackt in einer handlichen Karton-Verpackung
Auf der h+h waren wir persönlich vor Ort um das Produkt vorzustellen und viele Händler zeigten großes Interesse.
Vorstellung des addiYarnArms auf der h+h cologne 2026
Im März 2026 war es dann soweit. Im städigen Austausch mit addi zur ENtwicklung des Produktes war der addiYarnArm nun final entwickelt!
- aus einem biobasierten Kunststoff aus Sonnenblumenkernschalen
- Made in Germany
- in zwei Farben
- verpackt in einer handlichen Karton-Verpackung
Auf der h+h waren wir persönlich vor Ort um das Produkt vorzustellen und viele Händler zeigten großes Interesse.